PROJEKTE

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Restaurierung Gewölbekeller
Auftraggeber: Privatbauherr
Ausführung: November/Dezember 2006


Die Anforderung:
Im vorliegenden Fall galt es, das Kellergewölbe (Tonnengewölbe)
eines Wohn –und ehem. Geschäftshauses aus dem 17. Jahrhundert, in Baiersdorf zu restaurieren.
Die Oberfläche des Sandsteins sandete ab und bedurfte der Verfestigung, tlw. waren Teilbereiche der Steinflächen zu rekonstruieren. Ausbruchstellen im Sandstein und große Teile der Verfugung waren zu erneuern.

Die einläufige Kellertreppe wies ein extrem ungleichmäßiges Steigungsverhältnis auf und musste neu eingeteilt werden, um ein gefahrloses Begehen zu ermöglichen. Die Seitenwände der Treppe mit darüber liegender Tonnenwölbung waren aus Backsteinmauer- werk mit sehr unebener Ansicht erstellt, teils ebenfalls mit größeren Ausbruchstellen.

Das Konzept zur Restaurierung wurde in enger Zusammenarbeit mit der
Fa. Rajasil erstellt, deren Produkte dann im Anschluß vor Ort Verwendung fanden.

Die Lösung:
Im 1. Schritt wurden lose Fugenteile und lose Gesteinsteile entfernt, Fugen entsprechend ausge- kratzt. Die Untersichten und Wände des Gewölbekellers, mit Ausnahme des Treppenzuganges, wur- den anschließend mit transparentem Festiger im Sprühverfahren behandelt.

Die Verfugung und tlw. Rekonstruktion von Fehl –und Ausbruchstellen mit entsprechendem Fug –und Sandsteinmörtel erfolgte dann im nächsten Schritt. Dessen Farbton war im Vorfeld örtlich in Abstimmung mit dem Hersteller sowie dem Bauherrn bemustert und festgelegt worden.
Die Seitenwände und Deckenwölbung aus Backstein wurden mit Sanierputz mehrlagig verputzt, unter Einlage eines verzinkten und ausreichend biegefähigen, Putzgitters. Die verputzten Wand und Deckenflächen wurden abschließend mit diffusionsoffenem Anstrich versehen.

Das Steigungsverhältnis der Treppe wurde neu eingeteilt, um in etwa gleiche Steigungen und Auftrittsbreiten zu erhalten. Differenzen wurden hierbei mit Estrich ausgeglichen. Auch am Kellerboden kam vollflächig ein Zementestrich zum Einbau. Treppe und Kellerboden wurden abschließend mit terrakottafarbenen Tonplatten belegt.